Wie wir unser Demo recorden

Wie im letzten Artikel schon erwähnt, nehmen wir gerade ein Demo auf. Wir haben uns entschlossen, 9 eigene Songs draufzupacken, was für uns in der aktuellen Situation ne Menge Holz ist. Ursprünglich war geplant, alles zusammen live in einem Raum aufzunehmen. Das ist aber einfach aktuell nicht machbar. Zum einen, weil es technisch zu anspruchsvoll wäre, zum anderen ist es in der aktuellen Corona Situation praktisch nicht möglich, alle von uns gleichzeitig in einen Raum zu bekommen. Deshalb gehen wir jetzt nacheinander vor.

Zu allen eigenen Songs gibt es bereits Demos, die Steffen in GarageBand aufgenommen hat. Diese Pilotprojekte sind jetzt die Basis für die Aufnahmen und die einzelnen Spuren werden quasi nur ausgetauscht.

Das Anspruchsvollste ist sicher immer das Aufnehmen des Schlagzeugs. Aber da Timm einfach ein gut klingendes Set hat und top spielt, reichen uns hier Mikros für Bassdrum, Snare, zwei Overheads und ein Raummikro. Das Ganze klingt einfach gut und natürlich. Unsere Songs brauchen auch kein ultra-tightes und fettes Drumset, bei uns darf es ruhig dynamisch sein und „atmen“.

Den Bass nimmt Phil zuhause direkt ins Interface auf. Bei Bedarf wird dann im Mix noch ein wenig virtueller Amp draufgelegt, aber auch hier bearbeiten wir wenig am Sound. Bei den Gitarren haben wir uns jetzt auch für ein „modernes“ Verfahren entschieden. Statt im Proberaum für eine Session unter Druck zu stehen, nehmen wir unsere Amps zuhause über Two Notes Torpedo Loadboxen und authentische Impulse Responses auf. Das klingt einfach gut und besser würden wir es selber nicht mikrofoniert bekommen. Und Royer 121 oder Neumann Mikrofone haben wir auch nicht mal eben so auf Lager. Der Hauptvorteil ist aber eben der Logistische: jeder kann dann aufnehmen, wenn es ihm passt.

Gregs Keys werden über MIDI eingespielt, so kann man die Hammond Sounds dann noch songespeziefisch im Nachgang verändern oder auch einzelne Noten korrigieren. Ich bin gespannt, wie es mit den Horns wird. Gedacht ist, jedes Horn spielt über ein Clip-Mikrofon als Stütz-Mikro und der ganze Satz wird gleichzeitig mit zwei Raummikros aufgenommen. Ich bin gespannt wie das wird. Die Gesänge werden wir dann standardmäßig mit einem Großmembran abnehmen.

Unser Anspruch ist im Ganzen nicht wirklich audiophil. Wichtiger ist uns, dass ihr gute Songs zu hören bekommt (und ich denke das sind sie!) und Veranstalter einen Eindruck der Band bekommen. Hoffentlich werden wir bis Ende März fertig. Für einen Radiotermin bei Radio Leinewelle am 27.2. könnt ihr hoffentlich schon die ersten Songs hören.

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